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Die weiße Seite des Yin-Yang-Prinzips – Männliche Yang-Energie

Letzte Woche haben wir Dir das Yin-Yang-Prinzip vorgestellt, das Teil der chinesischen Philosophie und der Traditionell Chinesischen Medizin ist (TCM). Nachdem Du also im letzten Newsletter mehr über die weibliche Yin-Energie erfahren konntest, widmen wir uns heute der männlichen Yang-Energie, der die Farbe Weiß zugeordnet ist.

Yang heißt übersetzt ‘Sonnenseite des Berges / sonnige Uferseite des Flusses’ und ist das aktive, Impuls gebende Energie-Prinzip in Dir. Es steht für Sonne, Tag, Licht, machen, planen und Bewegung und bildet das Gegengewicht zur weiblichen Yin-Energie, die den passiven, nach innen gerichteten, empfangenden Anteil beschreibt. Der Yin-Energie ist die Farbe Schwarz zugeordnet und sie steht für Nacht, Dunkelheit und Stille. Wichtig ist, dass beide Energien in Balance sind, denn Yin und Yang bilden eine Einheit, deren Ausgewogenheit, laut chinesischer Philosophie, die Grundlage für körperliches und geistiges Wohlbefinden ist. Wir verraten Dir heute, wie Du einen Yang-Mangel erkennst und was Du tun kannst, um diese Energie in Dir zu stärken!

Die Bedeutung der Yang-Energie

Zunächst ist es wichtig, dass Du Dir bewusst machst, dass Du auch als Frau männliche Yang-Anteile in Dir hast, so wie jeder Mann weibliche Yin-Anteile in sich trägt. Beide Energie-Prinzipien können nur miteinander eine gesunde Dynamik entwickeln, so, wie wir auch in einer Paar-Beziehung bestenfalls eine Einheit bilden, in der sich Stärken, Schwächen und Fähigkeiten von Mann und Frau harmonisch und gleichberechtigt ergänzen. Der Anteil an männlicher Energie in Dir sorgt dafür, dass Du im Außen Dein Leben aktiv gestaltest und hier persönlichen Wachstum erfährst. Yang ist also das Feuer, das in Dir brennt und das verantwortlich ist für Tatendrang, Dynamik und Selbstverwirklichung im Außen. Es wird auch mit Licht, Wärme, Höhe, Sonne und Energie verbunden. Dass wir als Frauen meist einen höheren Yin-Anteil in uns tragen, liegt in unserer Natur. Was aber, wenn der Yin-Anteil zu groß wird und uns ausbremst? Woran spüren wir einen Yang-Mangel? Auf psychischer Ebene führt ein Yang-Mangel zu Gefühlen wie Unsicherheit, Überforderung und Stress. Als Antwort darauf ziehst Du Dich zurück, fühlst Dich ohnmächtig und verfällst eher in eine passive Haltung. Weil in unserer westlichen Gesellschaft die Yang-Energie überwiegt, kann es passieren, dass Du Dich den äußeren Anforderungen manchmal nicht mehr gewachsen fühlst. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dir alles über den Kopf wächst und Dinge, die Dir in guten Phasen leicht fallen, plötzlich mühsam und anstrengend sind, kann es sein, dass Du Deine Yang-Energie stärken solltest, denn das Yin-Yang-Prinzip in Dir strebt nach Ausgleich.

Yang-Yoga und Feueratem

So, wie Du mit ruhigen Yoga- und Meditationsübungen das weibliche Yin-Prinzip in Dir stärken kannst, gibt es auch Yoga- und Meditationsübungen, die Dein Yang nähren und Sonne, Energie und Wärme in Dein Leben und Deinen Körper bringen. Yang-Yoga beschreibt alle Richtungen, die den Fokus auf Dynamik und Bewegung richten, also zum Beispiel Hatha-Yoga oder Bikram-Yoga. Wenn Trägheit und Abgeschlagenheit in Dir zu groß werden, solltest Du diese Yoga-Stile praktizieren. Du kannst auch die Feueratmung (Kaphalabati / Sanskrit) in Deine Yoga-Praxis oder Meditation integrieren. Der Feueratem, eine yogische Atemübung (Pranayama / Sanskrit), ist eine schnelle Bauchatmung, in der Du in den oberen Bauch flach einatmest und die Luft dann mit Druck herausstößt, so das ein schnaufenden Geräusch beim Ausatmen entsteht. Hierdurch gelangt in kurzer Zeit viel Sauerstoff in Deinen Körper und alle Stoffwechselprozesse werden angeregt. Bei regelmäßiger Übung verbessert sich Deine Lungenkapazität und die Durchblutung Deines Körpers. Der Feueratem erdet Dich, erhöht Dein Energie-Level und stärkt dadurch auch Dein Durchhaltevermögen und Deine innere Willensstärke. Aber Vorsicht: Praktiziere den Feueratem NICHT, wenn Du an Bluthochdruck leidest oder wechseljahrsbedingte starke Hitzewallungen hast!

Anzeichen für einen Yang-Mangel

Wenn Du Dich antriebslos und schlapp fühlst und Dich lieber zurückziehst als in Kontakt mit anderen Menschen bist, könnte es sein, dass Deine Yin-Energie zu stark ist. Körperlich und mental weisen folgende Anzeichen darauf hin, dass Du Deine Yang-Energie stärken solltest:

  • Du bist eher nach innen gerichtet und schluckst Probleme runter

  • Du fühlst Dich häufig eher traurig, depressiv und verstimmt

  • Du reagierst langsam und fällst nicht gerne auf

  • Du bist eher schlank und hast ein schwaches Bindegewebe

  • Du fühlst Dich schwach und hast eher einen zu niedrigem Blutdruck

  • Du leidest häufig unter Rückenschmerzen

  • Du bist blass, frierst oft und neigst zu Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe)

  • Du hast Verdauungsprobleme

  • Du hast selten Durst

  • Du leidest unter Appetitlosigkeit

  • Du ernährst Dich überwiegend von Salate, Rohkost, Milch und Tee

  • Du ißt kein oder wenig Fleisch

So stärkst Du Deine männliche Yang-Energie

Folgende Tipps können Dir helfen, Deine Yang-Energie zu stärken, um der Passivität und Kraftlosigkeit zu entkommen und so Dein energetisches Level zu erhöhen:

  • praktiziere regelmäßig einen dynamischen Yoga-Stil und übe den Feueratem
  • mache regelmäßig kleine Pausen zur Regeneration
  • nehme Dir Zeit für Dinge, auf die Du wirklich Lust hast
  • versuche negative Emotionen und Gedanken zu vermeiden
  • gönne Dir öfter mal ein warmes Vollbad oder Fußbad
  • Gönne Dir hin und wieder energetisierende Körpertherapien und -massagen, wie die hawaiianische Lomi Lomi-Massage oder eine Ayurvedische Massage mit warmen Ölen
  • baue wärmende Nahrungsmittel wie scharfe Gewürze, Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Walnüsse, Suppen, Eintöpfe und Gebackenes in Deinen Ernährungsplan ein

Als Frauen benötigen wir, je nach Lebenssituation und Beruf, oft mehr Yang-Energie, um in einer Yang-orientierten Welt zurechtzukommen und Zustände von Überforderung zu vermeiden. Das Yin-Yang-Prinzip beinhaltet ja nicht nur die Ausgewogenheit in uns, sondern auch mit den äußeren Bedingungen unseres Lebens. Außerdem wechseln sich in unserem Leben auch unterschiedliche Phasen ab, so dass mal Yin und mal Yang dominiert. Es geht darum, dass Du erkennst, wie Du Deinen Körper und Geist in der jeweiligen Situation bestmöglich stärken kannst, um die Balance in Dir wiederherzustellen. Neben Yoga, Mediation und Ernährung geht es natürlich auch darum, dass Du erkennst, wenn es äußere Lebensumstände sind, die Dich regelmäßig in Zustände von Erschöpfung oder Stress versetzen. Hier musst Du natürlich dafür sorgen, dass sich die Umstände ändern, die Dich sonst auf Dauer ausbrennen. Wenn Du darauf achtest, dass Dein Yin und Yang ausgewogen sind, wirst Du auch in solchen Situationen die Kraft haben, Dein Leben in gesündere und erfülltendere Bahnen zu lenken!

 

(Artikel: Iris Jungels)

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