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Die Bedeutung der Dankbarkeit im Yoga

Die Haltung der Dankbarkeit ist tief in der Yoga-Philosophie verwurzelt. Auf Sanskrit, der ursprünglichen Sprache des Yoga, wird Dankbarkeit mit dem Begriff Santosha beschrieben, was soviel wie 'Zufriedenheit' bedeutet. Hierbei geht es sowohl um den Umgang mit dem Außen, also Deiner Umwelt (Yamas), als auch um den Umgang mit Dir selbst (Niyamas). Wir zeigen Dir, wie Du Dein Leben mit mehr Dankbarkeit und Glück füllst – denn Glück ist lernbar!

Die Bedeutung der Dankbarkeit ist tief in der Yoga-Philosophie verwurzelt. Auf Sanskrit, der ursprünglichen Sprache des Yoga, wird Dankbarkeit mit dem Begriff Santosha beschrieben, was soviel wie ‘Zufriedenheit’ bedeutet. Hierbei geht es sowohl um den Umgang mit dem Außen, also Deiner Umwelt (Yamas), als auch um den Umgang mit Dir selbst (Niyamas). Wir zeigen Dir, wie Du Dein Leben mit mehr Dankbarkeit und Glück füllst – denn Glück ist lernbar!

Glück – eine Frage der Perspektive

Schon in den Yoga-Sutren, den Ursprungstexten der Yoga-Philosophie, steht geschrieben, dass tiefe Zufriedenheit der Ursprung grenzenlosen Glücks ist. Wenn Du Zufriedenheit und Glück im Außen suchst, ist es jedoch meist nur von kurzer Dauer, weil alles Äußere dem Gesetz der Vergänglichkeit unterliegt. Innere Zufriedenheit ist hingegen eine Frage Deiner Einstellung zum Leben, die Du üben und dauerhaft verändern kannst. Wir verraten Dir wie!

Irgendwas ist immer…

Wenn Du Glück empfinden willst, solltest Du nicht ständig darüber nachdenken, was in Deinem Leben fehlt. Mit diesen Gedanken erzeugst Du nicht nur ein Gefühl des Mangels und Unglücks, sondern Dein Gehirn gewöhnt sich an diese Muster. Wenn Du merkst, dass Deine Gedanken diese Richtung einschlagen, versuche lieber, dankbar zu sein für alles, was das Lebens Dir schenkt – Dankbarkeit für das Leben an sich. Unser Gedanken folgen gern den ausgetretenen Trampelpfaden unserer Denkgewohnheiten. Darum ist es wichtig, dass Du lernst, aktiv Deine Gedanken zu lenken und zu beeinflussen, damit neue Wege und Perspektiven in Dir entstehen können.

Dankbarkeit als Haltung

Durch Yoga, Meditation und Achtsamkeitsübungen kannst Du Santosha, also eine Haltung der Dankbarkeit, üben und so Dein Ego, die Stimme Deines inneren Kritikers, besänftigen und leiser werden lassen. Ehrgeiz bedeutet in der Yoga-Philosophie also nicht, dem Credo ‘höher, schneller, weiter’ zu folgen, sondern möglichst oft dankbar auf das zu blicken, was bereits da ist: Liebe und Fülle – das ewige Prinzip allen Seins. Du bist nicht mehr wert, weil Du mehr hast – alles ist bereits in Dir vorhanden. Natürlich sollst Du dennoch Deine Ziele verfolgen – alles, was in Deinem äußeren Leben Quelle für Unzufriedenheit ist, solltest Du versuchen zu ändern. Aber frage Dich vorher, ob nicht eine Veränderung Deiner Sicht die meisten Probleme auflösen kann. Wenn das nicht möglich ist, ändere es oder lass es ganz sein. Wichtig ist, dass Du nicht in einer endlosen Schleife negativer Gedanken und Lebensumstände verharrst.

Dankbarkeit lernen

Wir zeigen Dir, wie Du in täglichen Ritualen, Deiner Meditations- und Yoga-Praxis das Gefühl von Dankbarkeit in Dir stärken kannst und so negativen Denkmustern entgegenwirkst:

1. Tägliche Rituale der Dankbarkeit

Überlege Dir jeden Morgen nach dem Aufstehen oder am Abend vor dem Einschlafen drei Dinge, für die Du dankbar bist, z.B. Deine Arbeit, Deine Freunde, Deine Familie oder Deine Gesundheit. Am besten schreibst Du diese Dinge in ein Dankbarkeits-Tagebuch, damit Du immer wieder darin nachlesen kannst, was Dein Leben reich macht und wofür Du dankbar bist. Das hilft besonders in Momenten, in denen Du traurig oder unzufrieden bist!

2. Unzufriedenheit überwinden

Natürlich besteht das Leben nicht nur aus schönen Dingen, die Dich dankbar sein lassen. Es gibt auch die Schattenseite: Menschen oder Ereignisse, die Dich deprimieren, verletzen oder unvollständig fühlen lassen. Mache Dir regelmäßig die Ursachen Deiner negativen Gefühle und Gedanken bewusst und schreibe sie auf. Finde dann ein Ritual, diese Dinge loszulassen und aufzulösen. Du kannst den Zettel beispielsweise zerreißen oder verbrennen, nachdem Du Dir die Punkte vorher nochmal genau durchgelesen hast, um sie so bewusst aus Deinem Leben zu verbannen.

3. Dankbarkeit als Thema Deiner Meditation

Regelmäßiges Meditieren hat viele positive Einflüsse auf Deinen Körper und Deinen Geist. Wenn Du in Deiner Praxis den Fokus darauf richtest, welche Fülle in Deinem Leben bereits existiert, entsteht von selbst das Gefühl der Dankbarkeit in Dir, denn jedem Gefühl geht ein Gedanke voraus. Anstatt Deine Gedanken in Worte zu formulieren, kannst Du auch mit inneren Bildern arbeiten. Stelle Dir die Momente und Menschen vor, die Dich mit dem Gefühl der Dankbarkeit erfüllen. Wenn Du diese Praxis regelmäßig übst, vertreibst Du Gedanken des Mangels und der Unzufriedenheit aus Deinem Bewusstsein.

Das Anjali Mudra

Während der Meditation oder auch als kleine Geste im Alltag, kannst Du das Anjali Mudra praktizieren. Mit Mudra werden die verschiedenen Handhaltungen bezeichnet, die in der Yoga-Philosophie alle eine tiefe Bedeutung haben. Beim Anjali Mudra bringen wir die Handflächen vor unsererm Herz zusammen, so dass unsere Daumen das Brustbein berühren. Diese Geste wird auch häufig als Begrüßung oder Abschiedsgruß benutzt, aber die wenigsten kennen die tiefere Bedeutung.

Geste der Dankbarkeit

Sicher kennst Du den Yoga-Gruß, aber weißt Du auch, was er bedeutet? Die beiden Handflächen, die sich berühren, symbolisieren die Einheit der Gegensätze und das Prinzip der Dualität – z.B. männlich – weiblich, Tag – Nacht, emotional – rational, linke und rechte Gehirnhälfte… Das Mudra ist außerdem Ausdruck tiefer Dankbarkeit und steht für den Glauben an das scheinbar Unmögliche. Wenn Du diese Handhaltung bei Deiner Mediation einnimmst, versuche sie mit diesem wirkungsvollen Satz der Selbstliebe (Glaubenssatz = Affirmation) zu verbinden: Voller Dankbarkeit lasse ich mir Gutes widerfahren!

Das Anjali Mudra wird oft auch in Verbindung mit dem Yoga-Gruß ‘Namaste’ praktiziert. ‘Namaste’ bedeutet: ‘Das Licht in mir grüßt das Licht in dir’. Diese beiden Elemente beschreiben die Essenz der Yogapraxis und -philosophie: Es geht darum, in einer liebevollen Verbindung mit dem inneren Selbst zu sein, wie auch das Licht und die Liebe in allem Lebenden zu fühlen. Das Zusammenfügen Deiner Handflächen vor Deinem Brustbein, der Mitte Deines Seins, wirkt ausgleichend und bringt Dein Bewusstsein zurück in den Frieden, der tiefen Dankbarkeit und der Liebe Deines Herzens.

Yoga-Praxis: Asana Supta Virasana (liegender Held) zur Stärkung Deiner Dankbarkeit

Supta bedeutet in Sanskrit ‘liegen’ und Vira ‘Held / Krieger’. Als Heldin oder Kriegerin begegnest Du dem Leben mutig und mit offenem Herzen. Diese Asana ist also ein idealer Herz-Öffner und hilft Deinem Körper auch, wenn Du im Alltag viel sitzt oder stehst: Deine vorderen Oberschenkel und Deine Leisten werden gedehnt und gelockert, so dass wieder mehr Beweglichkeit entsteht. Auch Deine Wirbelsäule wird gedehnt, was Rückenbeschwerden entgegenwirkt:

  • starte im Heldensitz (Gesäß zwischen den Fersen) oder im Fersensitz (Gesäß auf den Fersen). Stütze Deine Händen hinter dem Rücken ab, bis du eine Dehnung in der Vorderseite Deines Körpers spürst

  • halte diese Position ein paar tiefe Atemzüge

  • komme nun mit Deinen Unterarmen langsam zum Boden oder lege Dich ganz am Boden ab – aber sei vorsichtig: gehe nur in die Rückenposition, wenn es sich gut für Deinen Körper anfühlt – Du kannst Deinen Rücken auch mit einem Bolster unterstützen

  • lege Deine Arme auf dem Bauch oder seitlich am Boden ab – für eine zusätzliche Schulterdehnung lege sie hinter dem Kopf ab

  • halte die Position 3-5 Minuten

  • löse die Haltung auf, indem Du Dich auf die Seite rollst, und das entgegengesetzte Bein streckst – dann gehe als Ausgleich in eine Gegenbewegung, z.B. in eine einfache Bauchlage oder in die Position des Kindes

(Autorin: Iris Jungels)

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